Was soll ich noch sagen: Auch dieser Kernel funktioniert erwartungsgemäß problemlos. Das "make oldconfig" brachte wenige, neue Optionen zu Tage. Interessant klingt allenfalls das neue Kernel-Modul für den I2C-Bus des Nvidia nforce2, nur habe ich den leider noch nicht zum funktionieren überreden können (Das braucht man vor allem, um dauern so wichtige Informationen wie CPU- und Gehäusetemperatur auf dem Schirm zu haben).
Ein generelles Problem bei der 2.6er Reihe ist mir allerdings doch noch aufgefallen: Verbindet man sich per NFS auf einen 64bit-IRIX-Server, dann schlagen manche Verzeichnisoperationen fehl. Genaugenommen hakt es beim getdents64(), wie man schnell mittels strace herausfinden kann. In der glibc werden nämlich gerüchteweise in diesem Bereich munter 32bit- und 64bit-Operationen gemischt, was dann dieses Problem ergibt. Das war früher natürlich auch schon sichtbar. Der 2.2er Kernel war davon betroffen, aber da gab es dann irgendwann einen Patch, der reparierte, wofür der Kernel gar nicht verantwortlich war. Das gleiche Spiel beim 2.4er Kernel, und nun bei der 2.6 auch wieder. Offensichtlich benutzen nicht viele Leute eine SGI als Fileserver und versuchen dann, von Linux aus mit CVS darauf zuzugreifen.
Dieses Wochenende ist auch eine neue glibc in Debian Sid hereingekommen. Ich mache mir zwar eigentlich keine Hoffnungen mehr, was diesen alten Bug angeht (der ist ja nun wirklich schon seit Jahren drin), aber trotzdem werde ich es morgen noch einmal versuchen.
Comments
gnome-terminal
Hi,
hab heute auch mal diesen Kernel kompiliert (direkt vom Bitkeeper Repository von Linus). Mit einbisschen Nvidia Rumgetrickse (Minion.de Patch) läuft nun mein Laptöpchen auch mit XFCE 3.99, Gentoo und Kernel 2.6.0-test3. Alles prima. Xchat, Pan, Evolution, Linneighbourhood, selbst XMMS mit dem Kernel-Alsa, und sogar ACPI. Allerdings mag nun mein Gnome-Terminal nicht mehr. Es startet zwar, aber es kommt keine Eingabeaufforderung.
Unter 2.4.20 gehts noch.
Was meinst Du, hat das mit dem Kernel oder dem Nvidia Treiber zu tun?
Gruß Frank @ http://www.besler.net
devpts
Dieses Phänomen tritt eigentlich genau dann auf, wenn man vergisst, den Support für Unix98 PTYs und für das devpts-Filesystem mitzukompilieren.
Wenn man das alles gemacht hat, wie hier auch schon beschrieben, dann muss man noch das devpts nach /dev/pts mounten, sonst kann es ja gar nicht benutzt werden. Also, zusätzliche Zeile in /etc/fstab, und das neue sysfs kann man bei der Gelegenheit auch gleich mitmounten:
Vorher muss natürlich das Verzeichnis /sys angelegt werden.