Spätestens seit der Izynews-Affäre beschäftigen sich Blogger immer wieder mit der Frage, inwiefern eine Wiederveröffentlichung eines RSS-Feeds zulässig ist. Prinzipiell unterliegt der Feed dem ganz normalen Urheberrecht. Andererseits aber wird ein Feed ja extra veröffentlicht, damit Inhalte auch außerhalb der Website des Besitzers gelesen werden kann. Da ist also noch reichlich Raum für juristische Auseinandersetzungen. Solange die verbreiteten Feed-Formate kein automatisch auswertbares Lizenz-Feld enthalten, wird sich daran auch nichts ändern.
Mir liegt aber nichts ferner, als mir auch nur ansatzweise den Unmut der Autoren zuzuziehen, deren Blogs ich gerne lese. Daher gibt es hier schon seit einiger Zeit (hey, es ist wirklich lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe) keinen Aggregator mehr, sondern nur noch eine Blogroll. Das ist zwar, technisch gesehen, weitaus uncooler als ein Aggregator, aber dafür kann man mich jetzt allenfalls noch der unlizensierten Wiedergabe kreativer Blog-Titel bezichtigen. :-)
Mehr Sorgen bereitet mir allerdings, dass ich meine Feedsammlung mit Bloglines verfolge und von diesem Service nach wie vor so begeistert bin, dass ich ungerne wieder auf einen lokalen Aggregator umsteigen würde. Ich habe vorher Liferea benutzt, der auch wirklich schön, aber wie die meisten lokal installierten Programme nur schlecht von mehreren Orten aus benutzbar ist und vor allem keine soziale Komponente hat, die doch die verschiedenen Onlinedienste gerade so interessant macht. Zwar bin ich lieber mein eigener Dienstleister und zögere immer, bevor ich mich von fremden Services abhängig mache, aber im Falle Bloglines ist die Unabhängigkeit dadurch gegeben, dass ich dort einen OPML-Feed meiner Abos bekommen kann, den ich mir täglich speichere und somit jederzeit ohne viel Arbeit auf einen anderen Service ausweichen kann. Aus der OPML-Datei wird übrigens auch die Blogroll am rechten Rand erzeugt.
Bloglines ist aber ein kommerzieller Dienst (auch wenn die Benutzung nichts kostet und der Dienst werbefrei ist). Das bedeutet, dass viele Autoren, deren Feeds ich dort abonniert habe, der Meinung sein dürften, dass Bloglines ihre Angebote gar nicht ungefragt syndizieren dürfte. Bloglines ist kein deutsches System und auch hierzulande hätte ein Feedanbieter vermutlich schlechte Karten vor Gericht, wenn es hart auf hart käme. Insofern muss ich sicherlich nicht befürchten, dass Bloglines meine Lieblingsfeeds bald nicht mehr darstellen darf. Darum geht es mir aber gar nicht. Ich habe als Leser einfach kein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass der Autor nicht mit der Art und Weise einverstanden ist, wie ich zu seinen Artikeln gelange.
Wie geht man nun damit um? Sollte ich jeden, dessen Feed ich über Bloglines lesen möchte, um Erlaubnis fragen? Das würde dem ganzen die Dynamik rauben, mal eben probeweise ein paar Feeds rein und eine Woche später wieder löschen wäre dann nicht mehr drin. Sollte Bloglines jeden Feedanbieter um Erlaubnis fragen? Zuviel Arbeit, nehme ich mal an, außerdem wären viele Anbieter vermutlich auch verwundert über solche Anfragen und würden nicht antworten. Oder sollte ich mir einfach keine Sorgen machen und weiterlesen, bis mich jemand auffordert, es zu unterlassen? Ja, vermutlich werde ich das tun.
Eigentlich ist es ja selten dämlich, Änderungen am Design einer Website anschließend auf selbiger bekanntzugeben. Denn wer schon einmal hier war, der wird es gerade so eben auch selbst merken, dass etwas anders ist, und wer vorher noch nie hier war, den wird die Änderung kaum interessieren. Dann gibt es natürlich noch die Menschen, die sowohl das alte als auch das neue Layout gesehen haben und den Unterschied nicht bemerken, aber denen ist sowieso nicht mehr zu helfen.
Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Eintrag vollkommen überflüssig ist. Und trotzdem wollte ich es einmal mitgeteilt haben: Das alte, komplett selbstgebastelte Drupal-Theme habe ich durch xtemplate (das ist auch das Standard-Theme auf drupal.org) ersetzt und alles nur mit CSS umgestaltet. Das neue Layout benutzt zwar wieder Tabellen - wo ich doch sooo stolz auf mein tabellenfreies Design war - aber dafür haben nun Benutzer des Internet Explorers keine Darstellungsprobleme mehr. Da drängt sich doch die Frage auf: Ist eine Site barrierefrei, wenn sie im Zweifelsfall auch mit Screenreadern oder Braille-Zeilen ohne viel Overhead benutzt werden kann, was ja in erster Linie bei schlanken CSS-Layouts der Fall ist, oder dann, wenn sie auch im Internet Explorer gelesen werden kann? Anders gefragt: Welche dieser beiden Nutzergruppen ist denn eigentlich behindert?
Die Antwort ist natürlich: Man kann selbstverständlich schlanke CSS-Designs bauen, die auch im IE genau so gut aussehen wie in Mozilla oder anderen halbwegs standardkonformen Browsern. Bei einem dreispaltigen Gummilayout (also nicht mit festen Breiten) ist das aber alles andere als einfach. Also bleibt erst einmal dieser Kompromiss mit der minimalen Tabelle. Schließlich haben sich bei drupal.org auch schon viele, wirklich fähige Leute den Kopf über solche Dinge zwerbrochen, mit dem Ergebnis, dass die beiden Themes, die noch im offiziellen Repository gepflegt werden (xtemplate und chameleon - mehr sind es nicht, weil man aus diesen beiden mittels CSS und bei xtemplate natürlich auch HTML nahezu jedes beliebige Design zaubern kann) wieder eine Tabelle für die Spalten benutzen. Wie so oft: Die Technik ist längst da, aber die Welt ist noch nicht reif dafür.
Alles neu macht der Juni. So habe ich in der letzten Zeit auch mehrfach auf einen neueren CVS-Snapshot von Drupal aktualisiert. Deshalb hat sich bei angemeldeten Usern die Hierarchie der Menüpunkte ein wenig geändert, aber Ihr werdet schon alles wiederfinden. Ich glaube an Euch.
Da bin ich wieder. Gut erholt, braungebrannt, erkältet. Lange Flüge sind echt nichts gutes für die Schleimhäute.
Nachdem ich gestern erst einmal ein nerviges Session-Problem gelöst habe (Logins waren nur in Teilbereichen der Site gültig), kann es hier nun also wieder richtig zur Sache gehen. Schnallt Euch an, hier kommen jetzt wieder regelmäßig Artikel. Und interessant werden die auch sein. Ganz ehrlich. Dieser hier ist nur zum Freipusten...
Man liest es ja dauernd, wenn man durch die Welt der Weblogs streift: Die Leute entschuldigen sich am laufenden Band, dass sie so lange nichts geschrieben haben, und geloben selbstverständlich Besserung. Bloggen als Selbstkasteiung - toll! Und die Entschuldigung ist dann natürlich auch genau das, was der interessierte Leser lieber liest als eben gar nichts, klare Sache. Ihr merkt es schon, in meinen Augen sind diese Entschuldigungen Blödsinn.
In der Reihe der blödsinnigen Posts wird sich nun auch dieses einreihen. Naja, fast zumindest: Erstens spare ich mir die Entschuldigung, schließlich werde ich ja einfach nicht gelesen, wenn ich nichts schreibe - da hat niemand einen Nachteil. Und zweitens setze ich noch einen drauf: Ich gelobe keine Besserung. 
Im Gegenteil, ich verspreche Euch sogar, dass sich hier in den nächsten 2,5 Wochen rein gar nichts tun wird. Und das tut mir auch nicht leid, weil ich nämlich hoffe, den Internetzugang nur selten zu vermissen, wenn ich in der kubanischen Sonne brate und die Kultur des Landes in mich aufsaugen werde.
Eines aber kann ich wohl versprechen: Dass es nach meinem Urlaub wieder häufiger etwas zu lesen gibt und dass ich eine Menge Fotos mitbringen werde, die es dann in der Gallerie zu bestaunen gibt.
Diese Frage scheinen sich (und später mir) doch mehrere Leute zu stellen. Deshalb werde ich hier ein paar Worte darüber verlieren. Außerdem könnte ich ja wenigstens im Footer auf die Software hinweisen, was ich hiermit eingebaut habe.
Was also läuft hier? Kurze Antwort: Drupal. Drupal kommt aus dem holländischen und ist in etwa das, was dabei herauskommt, wenn man das holländische Wort für "Tropfen", nämlich "Druppel", so schreibt, dass ein Engländer es beim Vorlesen korrekt aussprechen würde. Mit Tropfen hat die Software allenfalls so viel zu tun, dass sie eigentlich als gut skalierbares Community-Weblog konzipiert ist. Community-Blogs sind so Dinger, die alle ein wenig wie Slashdot aussehen und eigentlich auch davon inspiriert wurden (aber nicht nur davon). Bekannte Beispiele für derartige Software:
Warum verwende ich so ein großes Monster, wo es doch so viele kleine Tools für private Weblogs gibt? Ganz einfach: Weil es einfacher ist, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, als umgekehrt.