Problem: Ein alter Xen-Server unter Ubuntu 7.10 (Gutsy Gibbon) mit diversen Hardy-Gästen, neuerdings zickig und nicht mehr unterstützt. Ein vorsichtiges Update auf Hardy Heron machte Xen erst richtig instabil, mindestens eine VM war immer down.
Ein Wechsel zu KVM lag also nahe, zumal er schon lange auf der Todo-Liste stand und nur aus Zeitgründen noch nicht umgesetzt wurde. Da ich die KVM-Unterstützung in Hardy auch nicht in allzu guter Erinnerung hatte, Lucid Lynx in wenigen Tagen released werden wird und ich mit KVM unter Lucid schon gute Erfahrungen gemacht habe, wurde also erst einmal auf Lucid aktualisiert.
Dann mussten zunächst die Disk-Images der Xen-Maschinen konvertiert werden. Das geht nicht automatisch, aber es gibt im Netz beispielsweise unter [1] und [2] gute Hinweise dazu. Wir haben uns nicht ganz daran gehalten, vor allem, weil wir die VMs unter Xen teilweise gar nicht mehr booten konnten, um sie vorbereitend zu modifizieren.
Zur Konvertierung und Inbetriebnahme eines Images hat sich dieser Ablauf bewährt:
Neues Image erstellen, etwas größer als das Xen-Image zzgl. gewünschter Swap-Partition. Für ein 150GB-Image:
# dd if=/dev/zero of=kvm.img bs=1M count=163840
Image partitionieren:
# parted kvm.img mklabel msdos
# parted kvm.img mkpart primary ext2 0 162000 -a minimal
# parted kvm.img mkpart primary linux-swap 162000 163840
# parted kvm.img set 1 boot on
Block-Devices für das Image erstellen:
# losetup /dev/loop0 kvm.img
# kpartx -a /dev/loop0
Inhalt des Xen-Images kopieren und an Partition ausrichten:
# dd if=/opt/domain/domains/alter-xen-server/disk.img of=/dev/mapper/loop0p1 bs=1M
# fsck.ext3 -f /dev/mapper/loop0p1
# resize2fs /dev/mapper/loop0p1
# fsck.ext3 -f /dev/mapper/loop0p1
Swap anlegen:
# mkswap /dev/mapper/loop0p2
Grub und Kernel in Partition installieren:
# mount /dev/mapper/loop0p1 /mnt
# mkdir -p /mnt/boot/grub
# cp /boot/grub/stage1 /mnt/boot/grub/
# cp /boot/grub/stage2 /mnt/boot/grub/
# cp /boot/grub/e2fs_stage1_5 /mnt/boot/grub/
# chroot /mnt
# apt-get install grub linux-server
# update-grub
# exit
# umount /mnt
Block-Devices entfernen:
# kpartx -d /dev/loop0
# losetup -d /dev/loop0
Boot-Sektor installieren:
# echo "device (hd0) kvm.img
root (hd0,0)
setup (hd0)
quit" > /tmp/grub.input
# grub --device-map=/dev/null < /tmp/grub.input
Eine Instanz in libvirt bekanntmachen:
Vorher wurde "roge-subnet-1" definiert, so wie das Subnetz unter [3].
# virt-install -n mein-toller-server -r 512 --vcpus=1 --os-type=linux --os-variant=ubuntuhardy --virt-type=kvm --import --disk /opt/kvm/mein-toller-server/kvm.img --network network=roge-subnet-1,model=virtio --vnc --noautoconsole
Mit etwas Glück läuft anschließend die virtuelle Maschine und ist erreichbar. Falls eine Firewall auf dem Server läuft, sollte man daran denken, die Interfaces entsprechend der neuen Netzwerk-Konfiguration anzupassen.
Für die dd-Aufrufe muss Zeit eingeplant werden. Der erste dauert für diese Größe etwa 30 Minuten, der zweite einige Stunden.
[1] http://searchnetworking.techtarget.com.au/articles/35011
[2] http://blog.pregos.info/2009/09/06/migration-virtueller-maschinen-von-xen-zu-kvm/
[3] http://wiki.hetzner.de/index.php/Netzkonfiguration_für_Xen_und_KVM_mit_libvirt
Wer mich kennt, dürfte wissen, dass ich mein Brot seit Jahren tunlichst selber backe. Denen von Euch, die mich schon nach Rezepten fragten, möchte ich endlich mehr liefern als immer nur "Das mache ich irgendwie nach Gefühl".
Gegeben sei eine Sauerteig-Kultur, die als kleiner Rest (etwa 100 Gramm) die meiste Zeit ihres Daseins im Kühlschrank fristet.
Sauerteig aus dem Kühlschrank nehmen, mit 350 Gramm Vollkornroggenmehl und 350 ml Wasser füttern, gut durchrühren und bei Zimmertemperatur mehrere Stunden stehen lassen. Ich stelle den Pott immer über eine Heizung, damit die Milchsäurebakterien es auch schön kuschelig haben.
70 Gramm Mehrkornmischung (oder Leinsamen oder was ganz anderes) mit 130 ml kochendem Wasser übergießen und stehen lassen.
700 Gramm des Sauerteigs in eine Backschüssel geben, den Rest wieder in den Kühlschrank. Dazu kommen 550 Gramm Weizenmehl, meistens Typ 1050, manchmal aber auch Typ 550 oder eine Mischung aus beiden. Darauf kommen dann etwa 3 Teelöffel Zucker, 2 Esslöffel Salz, etwas Brotgewürz (dafür habe ich immer Fenchel, Kümmel, Koriander und Kardamom in einer Gewürzmühle), und, wenn man es eilig hat (und das habe ich immer), ein Beutel Trockenhefe.
Die festen Bestandteile ein wenig unter das Mehl mischen, damit sich alles gut verteilt. Wenn die Körner auf Handtemperatur abgekühlt sind, schüttet man sie mitsamt des Wassers auf das Mehl.
Nun geht es ans Kneten. Ich mache das mit der Hand, verwende aber manchmal einen Einweghandschuh, denn der Teig klebt wirklich sehr. Wer eine gute Knetmaschine sein Eigen nennt, wird das natürlich damit machen. Einen normalen Handmixer kann man hierfür vergessen; er ist zu schwach, um den schweren Teig zu bewegen.
Wenn man während des Knetens das Gefühl hat, dass das Ganze zu trocken wird, kann man noch vorsichtig Wasser angießen. Aber bloß nicht zu viel, sonst macht man hinterher Fladenbrot!
Ist der Teig fertig, forme ich einen länglichen Laib daraus und lege ihn in einen Gärkorb. Der hat eigentlich nur die Aufgabe, den Teigling während des Gehens in Form zu halten. Die Entnahme des Teiges erfordert ein wenig Übung und funktioniert am besten, wenn man den Teig rundherum mit etwas Mehl bepudert, damit er nicht überall anklebt. Diesen Korb lege ich in den Backofen auf das Backblech und schalte den Ofen auf kleinster Stufe ein, so dass ich darin etwa 30°C habe.
Nach etwa 2 Stunden ist das Brot dann groß genug geworden und kann gebacken werden. Der Gärkorb wird aus dem Ofen genommen (vorsichtig, nicht zu stark erschüttern) und mit dem umgedrehten Backblech abgedeckt. Den Ofen heize ich auf höchster Stufe vor (wirklich bis zum Anschlag). Wenn der Ofen heiß ist, drehe ich das Blech mit dem Korb vorsichtig um, nehme den Korb ab und schiebe das Blech in den Ofen. Dann drehe ich den Temperaturregler auf 210°C herunter und stelle mir einen Wecker auf 45 Minuten.
Nach 45 Minuten kann das Brot entnommen und zum Abkühlen auf einen Rost gelegt werden. Dabei kann man, wenn man unsicher ist, einmal von unten anklopfen. Wenn es hohl klingt, ist das Brot fertig gebacken.
Dieser Hinweis betrifft nur einige User, die über meinen Server ihre Mail abwickeln. Vor einigen Wochen hat der Mail-Server eine neue IP-Adresse bekommen. Normalerweise sollte das kein Problem darstellen. Wer trotzdem seitdem keine Mails abholen und/oder versenden kann, sollte dringend die Server-Einstellungen in seinem Mail-Programm prüfen. Sown Versand als auch zum Empfangen sollte als Server "zombie.rompe.org" eingetragen sein.
Beispielhaft in Evolution geht das folgendermaßen:
Als kleine Merkhilfe für mich selbst: Um mal schnell Datum und Uhrzeit von Fotos auf das Im EXIF enthaltene Aufnahmedatum zu setzen, genügt diese Zeile (vorausgesetzt, man hat das geniale ExifTool installiert, aber das sollte man ja ohnehin haben).
for i in *.jpg; do
touch -d "`exiftool -d '%F %X' -DateTimeOriginal -S -s $i`" $i
doneVariation: Um einen Haufen Fotos tageweise in einzelne Ordner einzusortieren, genügt dieses Kommando:
for i in *.jpg; do
folder=rundreise_`exiftool -d '%F' -DateTimeOriginal -S -s $i`
mkdir -p $folder
mv $i $folder
donePS: Ich habe die Zeilen der Übersichtlichkeit halber mal auf mehrere Zeilen aufgeteilt. Echte Kerle tippen sowas natürlich trotzem alles in einer Zeile. :-)
Spätestens seit der Izynews-Affäre beschäftigen sich Blogger immer wieder mit der Frage, inwiefern eine Wiederveröffentlichung eines RSS-Feeds zulässig ist. Prinzipiell unterliegt der Feed dem ganz normalen Urheberrecht. Andererseits aber wird ein Feed ja extra veröffentlicht, damit Inhalte auch außerhalb der Website des Besitzers gelesen werden kann. Da ist also noch reichlich Raum für juristische Auseinandersetzungen. Solange die verbreiteten Feed-Formate kein automatisch auswertbares Lizenz-Feld enthalten, wird sich daran auch nichts ändern.
Mir liegt aber nichts ferner, als mir auch nur ansatzweise den Unmut der Autoren zuzuziehen, deren Blogs ich gerne lese. Daher gibt es hier schon seit einiger Zeit (hey, es ist wirklich lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe) keinen Aggregator mehr, sondern nur noch eine Blogroll. Das ist zwar, technisch gesehen, weitaus uncooler als ein Aggregator, aber dafür kann man mich jetzt allenfalls noch der unlizensierten Wiedergabe kreativer Blog-Titel bezichtigen. :-)
Mehr Sorgen bereitet mir allerdings, dass ich meine Feedsammlung mit Bloglines verfolge und von diesem Service nach wie vor so begeistert bin, dass ich ungerne wieder auf einen lokalen Aggregator umsteigen würde. Ich habe vorher Liferea benutzt, der auch wirklich schön, aber wie die meisten lokal installierten Programme nur schlecht von mehreren Orten aus benutzbar ist und vor allem keine soziale Komponente hat, die doch die verschiedenen Onlinedienste gerade so interessant macht. Zwar bin ich lieber mein eigener Dienstleister und zögere immer, bevor ich mich von fremden Services abhängig mache, aber im Falle Bloglines ist die Unabhängigkeit dadurch gegeben, dass ich dort einen OPML-Feed meiner Abos bekommen kann, den ich mir täglich speichere und somit jederzeit ohne viel Arbeit auf einen anderen Service ausweichen kann. Aus der OPML-Datei wird übrigens auch die Blogroll am rechten Rand erzeugt.
Bloglines ist aber ein kommerzieller Dienst (auch wenn die Benutzung nichts kostet und der Dienst werbefrei ist). Das bedeutet, dass viele Autoren, deren Feeds ich dort abonniert habe, der Meinung sein dürften, dass Bloglines ihre Angebote gar nicht ungefragt syndizieren dürfte. Bloglines ist kein deutsches System und auch hierzulande hätte ein Feedanbieter vermutlich schlechte Karten vor Gericht, wenn es hart auf hart käme. Insofern muss ich sicherlich nicht befürchten, dass Bloglines meine Lieblingsfeeds bald nicht mehr darstellen darf. Darum geht es mir aber gar nicht. Ich habe als Leser einfach kein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass der Autor nicht mit der Art und Weise einverstanden ist, wie ich zu seinen Artikeln gelange.
Wie geht man nun damit um? Sollte ich jeden, dessen Feed ich über Bloglines lesen möchte, um Erlaubnis fragen? Das würde dem ganzen die Dynamik rauben, mal eben probeweise ein paar Feeds rein und eine Woche später wieder löschen wäre dann nicht mehr drin. Sollte Bloglines jeden Feedanbieter um Erlaubnis fragen? Zuviel Arbeit, nehme ich mal an, außerdem wären viele Anbieter vermutlich auch verwundert über solche Anfragen und würden nicht antworten. Oder sollte ich mir einfach keine Sorgen machen und weiterlesen, bis mich jemand auffordert, es zu unterlassen? Ja, vermutlich werde ich das tun.
Aus gegebenem Anlass ruft ja zur Zeit jede zweite Webseite zum Spenden auf, um den Tsunami-Opfern in Asien zu helfen. Dem kann ich mich nur anschließen! Allerdings habe ich auch einige Gedanken dazu, die man nicht überall zu lesen bekommt.
So hielt ich beispielsweise nur wenig von der Aktion "Spenden statt Böller". Klar, das hört sich ja erst einmal gut an, aber da ich jedes Jahr nur sehr wenig Geld zum Ballern ausgebe, spende ich doch lieber etwas mehr. Und ballern tue ich trotzdem noch. Der Slogan klingt ja so, als stünde jeder beim Geldausgeben vor der Frage: "Spenden oder Böller? Beides kann ich mir nicht leisten." Ich denke, wer so viel Geld für Böller ausgibt, dass es ihn spürbar finanziell belastet, der hat selbst ein Problem. Sogar ein gewaltiges, und damit meine ich nicht sein knappes Budget. Ich habe also ein vielfaches meiner Silvesterkosten gespendet (ohne mich hier zum Helden machen zu wollen, wie gesagt, ich gebe nur wenig für's Knallen aus) und habe zusätzlich geballert. Dabei habe ich mir erlaubt, ein wenig Spaß zu haben. Und ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, denn im Gegensatz zu finanzieller Beteiligung kann man mit langen Gesichtern niemandem helfen.
Nun gibt es ja noch den oft gehörten Aufruf (unter anderem bei pixelgraphix) gehörten Aufruf, dass doch jeder 10,- Euro spenden möge. Finde ich ja gut, und wenn das wirklich jeder macht, kommt eine ernstzunehmende Summe dabei zusammen. Ich finde das sogar sehr gut, und so sollte jeder, der knapp bei Kasse ist, doch zumindest diese 10,- Euro erübrigen. Wer nicht ganz so sehr knausern muss, sollte aber bedenken, dass nicht wirklich jeder diesen Aufruf befolgt. Also spendet lieber etwas mehr, um die AsosMitmenschen zu kompensieren, die nicht über ihren Schatten zu springen vermögen. Klar, es ist nicht korrekt, für andere Leute mitzubezahlen, aber dies ist wirklich nicht der passende Rahmen, um auf Prinzipien zu bestehen. Es muss ja auch nicht gleich so viel sein, wie vielleicht ein Anwalt lockermachen kann, aber man kann sich ja ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen, dass es Leute gibt, die sogar deutlich mehr spenden. Was aber niemanden davon abhalten darf, auch kleinere Beträge zu spenden. Jeder, wie er kann.
Wie auch sonst immer hört man die wildesten Ausflüchte, wenn jemand nicht spenden möchte. Dinge wie "Ich zahle doch schon genug Steuern, da muss ich nicht auch noch spenden, das tut doch jetzt der Staat mit meinen Steuern" sind natürlich total daneben, denn es weiß ja schließlich jeder, dass Steuergelder in erster Linie zum geplanten Verbrauch und nicht für eventuelle, wohltätige Zwecke gesammelt werden. Klar, man kann sich natürlich über die Höhe der Steuern aufregen, aber auch dafür ist dieser Anlass mehr als unpassend. Gern wird auch als Gegenargument angeführt, dass das meiste Geld doch im Wasserkopf der Hilfsorganisationen versickert und nicht in den Hilfsgebieten ankommt. Wer dies hier lesen kann, hat aber offensichtlich einen Internetzugang und kann sich ausgiebig darüber informieren, dass dieses alte Ammenmärchen für die Mehrzahl der Organisationen unzutreffend ist. Passende Links am Ende dieses Artikels.
Schließlich möchte ich noch sagen, dass der Tsunami in Ostasien trotz der hohen Opferzahl nicht das einzige Elend dieser Welt darstellt. Auf den Seiten der diversen Hilfsorganisationen kann man sich ansehen, was sonst noch alles schiefläuft. Damit sich nun nicht das Geld für die Hilfe in den Seebebengebieten stapelt, obwohl es wegen logistischer Schwierigkeiten nur zögerlich eingesetzt werden kann, sollte man Spendenüberweisungen einfach ohne Verwendungszweck ausfüllen. Dann dürfen die Spendenempfänger es nämlich dort einsetzen, wo sie es auch wirklich akut verbrauchen können. Hier habe ich einen Fehler gemacht. Weil es auf den Tagesschau-Seiten so stand, habe ich einfach den Verwendungszweck "Seebeben" eingesetzt, ohne weiter darüber nachzudenken. Ist auch nicht so schlimm, Hauptsache, es kommt überhaupt Geld an, aber wenn man es den Helfern leichter machen will und sein Gehirn einschaltet, lässt man das Feld besser leer.
Tja, und wo wir doch gerade schon einmal am bekehren sind: Spendengelder werden immer benötigt. Nicht nur nach einem Seebeben und schon gar nicht nur kurz vor Weihnachten. Also sollte man auch gleich darüber nachdenken, regelmäßig etwas zu spenden. Wer da nicht dauernd dran denken möchte, der kann ja auch Fördermitglied bei einer Organisation seiner Wahl werden, dann geht alles weitere automatisch. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal genau auf den Webseiten der Hilfsorganisationen umzusehen.
An welche Hilfsorganisation man spendet, das kann sich jeder selbst aussuchen. Auf der Tagesschau-Übersicht sind die wichtigsten Organisationen mit Bankverbindung und Link auf die jeweilige Homepage aufgeführt, die an den Hilfsaktionen in Ostasien beteiligt sind. Ich habe mich für Ärzte ohne Grenzen antschieden, weil die meines Wissens die ersten waren, die sich nach Sumatra aufgemacht haben, aber auch die anderen Organisationen leisten sicherlich gute Arbeit und haben unsere Spenden verdient. Man muss ja auch nicht immer auf das gleiche Konto überweisen...
Update: Über die Arbeit und Vertrauenswürdigkeit der Hilfsorganisationen kann man sich auch auf den Seiten Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen informieren.
Ich habe einen neuen. Er ist genau, was ich brauche. Er heißt Music Player Daemon oder kurz mpd.
Ich hatte sie ja schon alle: XMMS, den kleinen, stabilen und mittels Plugins schön erweiterbaren Player, dann dessen GTK2-Fork Beep Media Player (XMMS basiert noch immer auf GTK1), dem aber zumindest im Debian-Paket noch einige Plugins fehlen, Rhythmbox, den übersichtlichen und mächtigen Gnome-Player, der aber auch mächtig Platz auf dem Schirm und im Speicher verbraucht, sowie einige andere.
Bisher bin ich immer wieder auf XMMS zurückgekommen, weil der am stabilsten war und meinen Bedürfnissen am nächsten kam:
Doch es haben mich auch prinzipbedingte Dinge daran gestört:
Aber jetzt habe ich micht endlich einmal aufgerafft, mir den mpd anzusehen. Es handelt sich dabei um einen Daemon, der wahlweise beim Boot oder als User gestartet werden kann. Dieser Dämon tut nichts anderes, als auf einem eigenen TCP-Port auf Requests zu warten und entsprechend seine Playlisten zu verwalten und Musik abzuspielen. Um mit dem Daemon zu sprechen, stehen einem verschiedene Clients zur Verfügung. In Debian sind bisher der Kommandozeilen-Client mpc und der Gnome-Client gmpc enthalten. Es gibt aber auch noch andere, auch für KDE.
Den mpc benutze ich überwiegend zum Scripten, beispielsweise zum nächtlichen Update der Datenbank mittels "mpc update", sowie zur Einbindung in Webbrowser, Streamtuner und andere Programme mit Hilfe der in der Man Page angegebenen Scripts.
Die Gnome-Variante gmpc verwende ich genau so, wie ich bisher XMMS interaktiv verwendet habe. Der Player ist in etwa so groß wie XMMS, aber viel übersichtlicher und passt sich natürlich besser in einen Gnome-Desktop ein.
Das Status-Icon für die Notification Area bietet mehr Information bei gleichem Platzbedarf, und da das POP-Up-Fensterchen dieses Icons eigentlich alle Informationen zusammenfasst, die man auch auf dem Player selbst zu sehen erwartet (auch den Albumnamen!), bleibt das Hauptfenster der Players ohnehin meist geschlossen.
Und das schöne ist: Wenn jemand anderes im Netzwerk (oder auch ich selbst von einem anderen Comuter aus) den Player steuern möchte und ich ihn dafür freigeschaltet habe, dann kann er das ohne Umwege tun. Beispielsweise kann jeder in dem Büro, in dem ich gerade sitze, einfach auch den gmpc starten und auf meinen Rechner konfigurieren, und schon sieht sein gmpc genau so aus wie meiner und er kann auch die gleichen Funktionen damit steuern. Man kann den mpd also auch als Netzwerk-Jukebox benutzen.
Wer ab und zu in Antville-Weblogs postet, beispielsweise in den diversen Community-Blogs, wird vermutlich irgendwann in die Verlegenheit kommen, seine bisherigen, eigenen Beiträge in ebendiesen Weblogs ansehen zu wollen, um nicht versehentlich etwas doppelt zu veröffentlichen oder um später auf eine eigene Story zu verlinken. Dafür bietet Antville eine eigene Funktion an, die in jedem Weblog unter /stories/mystories verfügbar ist.
Dumm nur, wenn genau dies nicht funktioniert. Dieses Problem hatte ich eine ganze Weile. Statt der eigenen Beiträge bekam ich nur diese lapidare Meldung:
TypeError: Cannot read property "stories" from null (StoryMgr/actions.js; line 28)
Heute hat mich endlich der Ehrgeiz gepackt, so dass ich in den Source sah und dann doch recht schnell des Rätsels Lösung erkannte: Man muss ein Weblog abonnieren, bevor man die eigenen Beiträge darin wiederfinden darf. Das erscheint mir ziemlich sinnfrei, aber da ich kein Experte der Antvilleschen Philosophie bin, nehme ich das einfach einmal als gegeben hin und schreibe diese Lösung nun hier nieder, auf dass eventuelle Leidensgenossen sie finden mögen.
Also, wer sein eigenes Ego-Archiv in einem Antville-Blog sehen will, muss zuerst http://BLOGNAME.antville.org/subscribe besuchen und danach http://BLOGNAME.antville.org/stories/mystories .
Blizg, ein recht gut vernetztes Weblog-Verzeichnis, kündigt bekanntermaßen seit einer Weile auf jeder Seite an, dass der Service sterben wird. Heute sind es noch neun Tage Gnadenfrist. Und was ist der Grund für die Abschaltung? Es ist ausnahmsweise mal keine Abmahnung, es ist auch kein Geldmangel, nein, es ist schlichtweg SPAM. Das lief mir gerade hier über den Weg.
Einmal mehr haben die Bekloppten gewonnen, aber das passt ja dieser Tage wohl auch recht gut ins allgemeine Weltgeschehen.
Ein noch junger, bilingualer PDF-Newsletter, der sich thematisch mit dem digitalen Workflow professioneller und semiprofessioneller Fotografen beschäftigt, ist unter www.fotoespresso.de (deutsche Version) und www.fotoespresso.com (englische Version) zu Hause. Obgleich die erste Ausgabe interessant zu lesen ist und die drei Autoren Uwe Steinmüller (Digital Outback Photo), Gerhard Rossbach (dpunkt.verlag) und Jürgen Gulbins (Buchautor für Springer und neuerdings auch dpunkt) mit einiger Wahrscheinlichkeit nichts böses im Schilde führen, wenn sie kostenlos einen solchen Newsletter publizieren, empfehle ich dringend, die englische Site zu verwenden, und zwar aus zwei Gründen:
Wer in solche Formulare seine Daten einträgt, ist selber Schuld. Ich tu's jedenfalls nicht, auch wenn es mir ein wenig Leid tut, dass die Anzahl der Subscriber dadurch nicht die wirkliche Menge der Interessenten wiederspiegelt. Immerhin haben die Jungs ja noch die Downloadstatistik, so dass sie die Gesamtmenge daraus wieder zusammenrechnen können. Ich hoffe nur, dass die deutsche Version auch weiterhin auf der englischen Site angeboten wird. Falls nicht, würde ich allenfalls die englische Ausgabe abonnieren und dies auch jedem nahelegen, der ein wenig englisch versteht.
Schade eigentlich, jetzt habe ich mich so über das Abo-Formular geärgert, dass ich ganz versäumt habe, hier ausgiebig über den guten Eindruck zu berichten, den die Erstausgabe macht. Davon muss sich der geneigte Leser nun selbst ein Bild machen.